Neue Rahmenlehrpläne in der Diskussion

Veröffentlicht am 24.01.2015 durch Redaktion

Bis 27.3.2015 können Sie mitdiskutieren. Hier das Portal des Ministeriums:

http://www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/anhoerungsportal.html

weitere Infos auf der Seite des Landeselternrates

http://www.landesrat-der-eltern-brandenburg.de/themen/rahmenlehrpläne/

 

Stellungnahme von Herfried Tietge

Vorab jeweils ein Lob an das Bildungsministerium und die MAZ, die neuen Rahmenrichtlinien für Gesellschaftswissenschaften/Naturwissenschaften in Klassenstufe 5/6 der Grundschulen in Brandenburg und Berlin werden seit November 2014 in einem demokratischen Prozess festgezurrt. Die MAZ brachte das Thema am 29,11,2014 auf Seite 1! Neu sind die Argumente der Bedenkenträger nicht. Bereits 1976 wurden sie im beschaulichen Hessen beim Streit um die Einführung der Rahmenrichtlinien Gesellschaftslehre Sek I geäußert. Gestern stand in der MAZ die 6. Meinungsäußerung, geschichtlicher Wissensverlust wird angeprangert. Andere Bedenken waren bisher; dauernd überflüssige Reformen, das Bildungsministerium ist inkompetent, unsere Kinder müssen es wieder ausbaden, gegen den angeblichen Bedeutungsverlust der betroffenen Fächer, Brandenburger Lehrer/innen können das nicht und brauchen das nicht, der beste Lehrer Robert Rau sagt im Interview „überall stieß ich nicht nur auf Unverständnis, sondern auch auf gro0en Unmut“ usw..

Seine Unterrichtsmotivation rutscht in den Keller. Antike und Mittelalter tauchen kaum noch auf, was bedeutet kaum noch präzise? Ausgangslage ist, seit Jahrzehnten wird erfolgreich an den Unis interdisziplinär geforscht, in den Fabriken interdisziplinär gearbeitet und im Dienstleistungssektor interdisziplinär gehandelt, sonst würde die Ökonomie im 21. Jahrhundert nicht funktionieren. Aber halt, bitte nicht in der ehrwürdigen Schule! Viele Menschen werden mit den neuen Rahmenrichtlinien sehr zufrieden sein, Schüler, Eltern und Lehrer, wenn sie sie erstmal inhaltlich konkret kennen und die Lehrerkollegen/innen professionell fortgebildet wurden. Dazu ist noch bis zum Sommer 2016 Zeit. Andere und ich werden in den nächsten Monaten Informationsveranstaltungen für den betroffenen Personenkreis durchführen und für die neuen Rahmenrichtlinien positiv werben.

Herfried Tietge, Falkensee

(seit Jahrzehnten Lehrer und Bildungsforscher)

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